Liechlekopf (2.384m)

Der Liechlekopf (in den meisten Karten als Liechelkopf eingetragen) ist der 3. höchste Berg im Kleinwalsertal und liegt innerhalb der Bergkette (Zwölferkopf, Elferkopf, Runde Köpfle, Liechlekopf, Geißhorn) die das Gemstel, aber auch das Wildental umranden. Der Berg wird relativ selten bestiegen, da kein markierter Weg auf den Gipfel führt. Ich persönlich finde es auch gut, dass dieser Weg nicht markiert wird, da ansonsten der Lebensraum der hier lebenden Steinböcke sicher stark beeinträchtigt wäre. 

 

Der Liechlekopf vom Kemptner Köpfle gesehen (gezoomt).
(24.09.2006)


Panoramabild vom Liechlekopf (zum Vergrößern anklicken)

Tourenbilder vom 15.10.2006 (Geißhorn, Liechlekopf)
Tourenbilder vom 24.09.2006 (Liechlekopf, Kemptner Köpfle)
Tourenbilder vom 06.10.2001 (Liechlekopf)

Eigene Tourerlebnisse:

15.10.2006
In der Messe Orgel gespielt. Danach auf Bergtour gegangen. Daniela und Rainer habe ich vor der Kirche gesehen wie sie auf Tour sind. Also habe ich eine SMS geschickt, wohin sie gehen. Sie hatten vor Zwölfer, Elfer und Liechlekopf, also die Gratüberschreitung zu machen. Ich wusste noch nicht so recht was ich machen soll. Die Tour über den Gottesacker, da man das Allgäu evtl. noch im Nebel sehen konnte, oder auf das Geißhorn und dann hinüber zum Liechlekopf um sich dort mit Daniela und Rainer zu treffen. Nach einer Weile Überlegen habe ich mich dann für die 2. Variante entschieden und bin kurz vor 11 Uhr daheim weg gelaufen. Zunächst mal zu meinem Bruder auf Bernhard`s Gemstel um zu sehen wo Rainer und Daniela laufen. Sie waren dann am Anstieg auf den Elfer und wollten zum Zwölfer queren, wie mir Otti mitteilte. Haben dann kurz telefoniert und ausgemacht, dass wir uns auf dem Liechlekopf treffen. Ich bin dann weiter ins Hintergemstel, wo ich noch kurz mit Stefan Sch. sprach, der mit der ganzen Familie auf dem Weg zum Geißhorn war. Unterwegs musste ich dann noch ein paar Leuten den Weg erklären. Nach ziemlich genau 2 Stunden kam ich dann am Gipfel des Geißhorn an. Heute war ziemlich viel los. Habe mir dann unterhalb des Gipfels einen windgeschützten Platz gesucht. Sigi H. und Heike S. hatten es sich hier auch schon gemütlich gemacht. Ich habe dann erst noch mal mit Daniela telefoniert. Sie waren gerade auf dem Elfer und hatten es sich auch schon gemütlich gemacht. Wir haben dann ausgemacht, dass wir dann gemeinsam loslaufen. Bin dann faul an der Sonne gelegen und habe ein wenig mit Sigi „ghängered“. Ein traumhafter Tag. Daniela und Rainer sind dann vom Elfer gestartet und ich bin auch los. Zunächst den Gipfel runter und dann auf den Schwabengrat und ein Stück hinunter, bevor man dann am Felsen schräg zur „Niedere“ rüberquert. Ich war irgendwie sehr müde und von der „Niederen“ hinauf zum Gipfel bin ich nur mehr ganz langsam hoch gekommen. Als ich fast am Gipfel oben war winkten auch schon Daniela und Rainer runter, die auch gerade ankamen. Habe eine Stunde vom Geißhorn rüber gebraucht, war aber ziemlich "blau". Wir machten dann dort noch einmal eine lange Pause. Als dann der Schatten im Gemstel einzog wollten wir eigentlich gar nicht mehr hinunter. Irgendwann war es dann aber doch an der Zeit und wir sind dann zur „Niedere“ und über den Schönisboden ins Gemstel. Bei meinem Bruder Otti auf Bernharda Gemstel sind wir dann natürlich noch eingekehrt. Wir wurden auch schon von Weitem von meiner kleinen Nichte Agnes begrüßt.

24.09.2006
Nach dem sonntäglichen Orgelspielen ging es alleine über den Schönisboden auf den Liechlekopf. Auf dem Gipfel war ich ganz alleine. Ein einzelner Bergsteiger war vom Runden Köpfle auf dem Weg zum Gipfel. Ich bin aber vorher schon wieder runter. Über die „Niedere“ zur Mindelheimer Hütte und von dort noch auf das Kemptner Köpfle. Dort musste ich anstehen, dass ich überhaupt auf dem Gipfel Platz hatte. Das hat dann nicht so viel Spaß gemacht und ich bin dann auch gleich wieder hinunter und über die Kemptner Scharte hinunter ins Steinach u. über die Hintere Wilden zur Wiesalpe. Bei der Unteren Wiesalpe bin ich dann noch eingekehrt und habe dort mit ein paar Einheimischen "ghängered". Über die „Zuugdeiffe“, Schwendle und „Gschdrüß“ bin ich dann heim. War mal wieder eine wunderschöne Tour.(15 km).

06.10.2001
Heute habe ich eine Bergtour auf den 3. höchsten Berg im Kleinwalsertal, den Liechlekopf (2.384m) gemacht. Das ist irgendwie mein Lieblingsberg. Schön vor allem, weil keine Wege von unten zu finden sind und in wenigen Karten ein Weg auf den Gipfel eingezeichnet ist. Ich bin über die Schönisboden-Alpe hinauf gestiegen. In dem Wäldchen beim Aufstieg auf den Schönisboden habe ich einige große Vögel entdeckt. Leider kenne ich mich da zu wenig aus, um sie benennen zu können. Auf Schönisboden entdeckten mich dann 4 Gemsen und suchten langsam das Weite. Ist immer wieder faszinierend wie leichtfüßig die über Stock und Stein gehen. Weiter ging es bis auf die Niedere und dann dem Gipfel entgegen. Während dem Aufstieg kreisten zwei Steinadler um den Gipfel. Aus dieser Nähe gesehen, wurde mir erst wieder bewusst wie riesengroß eigentlich Steinadler sind. Steinböcke konnte ich heute leider keine entdecken, da ich wahrscheinlich, je nach dem, wie man es sieht, entweder zu spät oder zu früh auf dem Weg war. 
Auf dem Gipfel machte ich dann eine Weile Rast und dann bin ich, weil ich nicht den gleichen Weg zurücklaufen wollte auf der anderen Seite in Richtung Mindelheimer Hütte abgestiegen, dann wieder auf die Geißhornscharte hinauf. Zuerst habe ich mir noch überlegt den Gipfel vom Geißhorn (2.366m) mitzunehmen, aber für die gut 400 Höhenmeter war ich heute einfach zu faul. Daher der Abstieg über Obergemstel - Gemstel und wieder nach hause. Das war wieder mal eine richtig schöne Tour und auf dem Weg zum Liechlekopf bin ich keiner Menschenseele begegnet. Die ersten Wanderer habe ich auf der Geißhornscharte getroffen. 
Ich bin jedes mal wieder froh, dass meine Hausberge, Zwölfer (2.224m), Elfer (2.387m), Liechlekopf (2.384m) und auch der Bärenkopf (2.083m) nicht touristisch erschlossen sind und man für diese Gipfel Wegkenntnisse haben sollte. Hoffentlich bleibt das immer so!

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