Hochifen (2.230m)

Am besten startet man eine Tour zum Hochifen, oder Ifen, wie er im Tal üblicherweise genannt wird, von der Auenhütte. Von hier geht es dann zunächst zur Ifenhütte. (Mit dem Sessellift 3/4 Stunde Zeitersparnis). Weiter zum Ifenbord und in der Hochmulde weiter bis der Weg in Serpentinen durch ein Geröllfeld in Felsen übergehend auf das Plateau des Ifen aufsteigt. Schwierige Stellen sind mit Halteseilen abgesichert. (im sogenannten Kamin). Auf dem Plateau leichter Anstieg zum Gipfel. Im Frühjahr gibt es z.T. noch gefährliche Schneefelder, ansonsten für gute Tourengeher kein Problem. Ein tolles Panorama vom Gipfel. Zugspitze im Osten beginnend, Lechtaler u. Allgäuer Alpen im Vordergrund, bei klarer Fernsicht die Stubaier und Ötztaler Alpen, die Verwallgruppe, die Silvretta, der Rätikon, die Schweizer Berggruppen Churfirsten und Säntis, im Nordwesten der Bodensee und dahinter der Schwarzwald sowie im Norden der Blick über das Gottesackerplateau hinaus ins weite Alpenvorland runden den Ausblick ab. Auf dem Ifenplateau reichhaltige Alpenflora.
Der Abstieg erfolgt entweder über die selbe Route, oder man biegt ein Stück unter dem Gipfel in Richtung Ifersgunt/Schwarzwasserhütte ab. Ein paar Stellen sind darin, die einigermaßen Trittsicherheit verlangen. Diese sind allerdings auch mit Halteseilen gesichert. Die ausgeschilderte Strecke geht weiter bis zur Schwarzwasserhütte u. von dort aus zur Melköde hinunter und wieder zum Ausgangspunkt, der Auenhütte. (ca. 6 Std.).

 

Der hohe Ifen von der Abzweigungsstraße ins Oberwäldele gesehen (November 2001).

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Eigene Tourerlebnisse:

13.09.2003 Ich bin mit einem Bekannten von der Auenhütte gestartet. Zunächst sind wir mit dem Sessellift bis zur Ifenhütte gefahren und dann bis zur Ifenmulde und von dort auf das Ifenplateau und bis auf den Gipfel gelaufen. Durch den Schneefall vom Vortag war es zum Teil noch sehr rutschig, was wir dann vor allem beim Abstieg auf dem Eugen-Köhler-Weg in Richtung Ifersgunt merkten. In der Schwarzwasserhütte und in der Melköde machten wir noch einen Einkehrschwung, bevor wir wieder bei der Auenhütte ankamen. Das Wetter war heute sehr wechselhaft. Zwischendurch war es sonnig, dann war es die nächste Minute wieder neblig und kalt. Später fing es dann auch noch mal zu Regnen an, aber wir schafften es immer so, dass wir beim Regenschauer gerade in einer Hütte saßen. 
Heute waren ziemlich viele Menschen unterwegs, die sich ausgerechnet den Ifen als Gipfelziel auswählten. Das war mir persönlich eher etwas zu viel. Ist halt eine schöne Tour und eben ein besonderer Berg der Ifen. Werde das nächste mal vermutlich die Tour wieder als Berglauf-Trainings-Tour starten, denn gegen Abend ist es auch hier ziemlich einsam.

04.11.2001 Geplant war die Tour von der Auenhütte auf den Ifen, dann über die Schwarzwasserhütte absteigen u. von dort über die Ochsenhofer Scharte nach Baad und zu mir heim nach Bödmen. Ich ließ mich zur Auenhütte fahren, damit ich später das Auto nicht von dort holen musste. Da ich heute in der Kirche Orgel spielen musste, kam ich leider erst kurz nach 11 Uhr bei der Auenhütte weg. Der Sessellift war auch schon außer Betrieb, also hieß es ein schnelles Tempo zu finden, um die geplante Tour vor der Dämmerung zu beenden.
Ich bin natürlich nicht die Straße zur Ifenhütte gelaufen, sondern direkt die Schneise an den Stützen des Sesselliftes entlang. Das ist zwar einiges anstrengender, sparte mir aber eine Menge Zeit. Nach einer Stunde war ich bereits am Einstieg zum Serpetinenweg, der auf das Plateau hinauf führt. Ab diesem Zeitpunkt lag Schnee u. der Weg war sehr rutschig u. z.T. sogar eisig. Ich war das erste mal froh, dass durch den Kamin die Seile angebracht waren, weil es dort  ziemlich eisig war u. man sich einfach hochziehen konnte.
Auf dem Plateau selber war kein Schnee mehr und es brennte ziemlich die Sonne herunter. Sehr ungewöhnlich für den November, da ist es meistens trotz Sonne schon ziemlich kalt. Nach etwas mehr wie 1 1/2 Stunden war ich dann auf dem Gipfel. Dort blies ein ziemlich kalter Wind und man merkte endlich, dass es bereits November war. Etwas unterhalb des Gipfels, vom Wind geschützt machte ich eine längere Mittagspause. Dort konnte man wunderbar die Flugkünste von ein paar Krähen beobachten. Interessant wie die sich in den Wind fallen lassen u. das z.T. im Tandemflug und synchron. Die Bergdohlen waren natürlich lästig wie immer u. wenn man ein Stück Brot auf den Fuß legt, hocken sie sich sogar auf diesen drauf. Das Panorama war auch einmal wieder prächtig. Wie schön wir es doch haben. Der Bodensee und das Unterland lag natürlich mal wieder unter dem Nebel.
Der Abstieg ging dann zunächst in Richtung Ifersgunt und weiter zur Schwarzwasserhütte. Zwischen Ifersgunt und Schwarzwasserhütte war es z.T. ganz schön nass und schmierig, aber meistens konnte man die Stellen umgehen. Der Aufstieg zur Ochsenhofer Scharte war dann im oberen Stück wieder einmal nicht ganz so angenehm. Hier lag wieder Schnee und der Weg war durch die vielen Tourengeher schon wieder ziemlich vereist. Auf jeden Fall war ich froh um meine Stöcke, da ich dadurch einfach sicherer und schneller vorwärts kam. Trotz der Probleme schaffte ich es in etwas mehr als einer halben Stunde auf die Ochsenhofer Scharte. Von dort hatte ich nochmals einen schönen Rundblick auf einige Walser Berge. Die Sonne scheinte hier noch u. man sah bereits, wie ein Teil im Tal unten schon im Schatten lag. Also verweilte ich hier noch ein paar Minuten und dann begann der Abstieg über die Starzelhütte hinunter nach Baad. Um 16.15 Uhr bin ich dann daheim in Innerbödmen angekommen.
Ich hoffe dass keiner meine Zeiten als Vorgaben für diese Tour nimmt. Um die Strecke in der Zeit zu laufen, sollte man schon ziemlich gut trainiert sein u. vielleicht auch die Strecke kennen. Die offiziellen Angaben für ungefähr diese Strecke liegen zwischen 8 u. 9 Stunden. Wobei diese Zeiten eher für die langsameren Tourengeher gedacht sind.

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