Güntlispitze (2.092 m)

Leichte Tour mit lohnendem Ausblick in den Bregenzerwald. Von Baad entweder über die Spitalalpe oder bis zur Derraalpe und weiter zum Derrajoch. Von da auf ordentlichem Pfad nach links hinauf zum Gipfel der Güntlispitze. Grasberg mit reichhaltiger Flora. Lt. Wanderführer ca. 3 - 3 1/2 Stunden. Von der Güntlispitze kann man weiter über die Hochstarzel bis zum Grünhorn (nur für Trittsichere) und wer dann immer noch nicht genug hat weiter zur Ochsenhofer Scharte über die Ochsenhoferköpfe zum Muttelbergkopf und weiter bis zum Walmendingerhorn. Eine andere Alternative ist die andere Richtung über die Hintere Üntschenspitze bis zum Üntschenpaß und noch weiter auf den Gamsfuß und dann in das Stierloch hinunter.

 

 

Blick auf den Gipfel von oberhalb der Dellerahütte.

Bilder von der Tour am 30.03.2002 
Bilder von der Tour am 09.10.2005
Bilder von der Tour am 15.08.2006
Bilder von der Tour am 20.05.2007

Perönliche Erlebnisse:

30.03.2002 Bei schönstem Sonnenwetter sind wir (Marion, Daniela, Christian und ich) von Baad losgelaufen. Zunächst ein Stück der Loipe entlang, dann die Brücke zur Guntschau überquert und dann Richtung Dellera (Derra). Ganz hinten drin muss man dann den Bach überqueren und es geht weiter über die Spitalalpe. Nach der Spitalalpe muss man dann links in Richtung Derren-Alpe aufsteigen. Auf der Dellera- (Derren-) alpe haben wir eine kleine Rast gemacht, weil es Daniela wegen Kopfschmerzen nicht so gut ging. Sie hat sich dann aber ein wenig erholt und dann ging es ziemlich flott weiter in Richtung Güntlispitze. Die letzten 200 Höhenmeter mussten wir dann die Ski abschnallen und es ging dann zu Fuß weiter bis auf den Gipfel. Um ziemlich genau 10 Uhr waren wir oben. Von hier hatten wir einen traumhaften Blick auf die ganzen schneebedeckten Berge im Umkreis. Nach einer gemütlichen Brotzeitpause gab es erst mal Diskussionen ob wir den Südhang oder den Nordhang fahren sollen (auf dem Bild links oder rechts). Da es schon ziemlich warm war und der firnige Südhang schon ziemlich weich war (Lawinengefahr) nahmen wir die sichere Variante den Nordhang (wie beim Aufstieg). Leider war er nicht mehr ganz so schön zu fahren, da es nicht mehr richtig pulvrig war. Weiter unten war es dann noch firnig und schön zu fahren. Von der Dellera- (Derra-) hütte war es dann wieder zwischen Pulver und Pappschnee. Weiter unten war es dann wieder firnig, es hat dort aber z.T. nicht mehr viel Schnee. In Baad angekommen machten wir noch einen Einkehrschwung bei Roman. Alles in allem war es eine sehr schöne Tour mit herrlichem Rundblick. Wir hätten etwas früher losgehen sollen, dann hätten wir eine schönere Variante den firnigen Südhang fahren können.

02.08.2003 Habe am Abend von Baad aus einen kleinen Trainingslauf unternommen. Bin durch die "Dellera" (Derra-Alpe) u. über die Mittlere u. Obere Spitalalp u. dann über das Dellerajöchle zum Gipfel. Habe es gerade noch geschafft unter einer Stunde Laufen am Gipfel zu stehen. Es war eine sehr interessante Wolkenstimmung. Es ist am Gipfel dann tatsächlich noch die Sonne rausgekommen. Habe die Aussicht am Gipfel genossen. Nach gut 2 Stunden war ich wieder daheim.

15.08.2006
Am Vormittag hatten wir mit der Mittelberger Musik noch den Rest vom "Tag der Blasmusik". Das Wetter war noch nicht unbedingt einladend, es wurde dann aber immer besser. Um ca. 13 Uhr waren wir dann mit unseren musikalischen Darbietungen fertig und ich habe kurzfristig mit Daniela beschlossen auf die Unspitze zu gehen. Also schnell heim, umziehen und den Rucksack rausziehen. Wir sind dann mit dem Mountainbike nach Baad gefahren und haben bei Annette die Bikes abgestellt. Von dort ging es erstmal bis zur Oberen Spitalalp. Von dort geht es dann weglos weiter. Ich war mir nicht sicher ob ich über den Grat komme, da ich nicht 100% schwindelfrei bin. Wir sind dann erst mal auf den Grat und an der schwierigsten Stelle fühlte ich mich irgendwie nicht ganz wohl. Also sind wir sicherheitshalber umgedreht. War dann auch ganz sinnvoll, da ich später ziemlich starkes Nasenbluten bekam. Wir haben dann beschlossen auf die Güntlispitze zu laufen. Also sind wir zurück zur Oberen Spitalalpe und rüber zur Dellera-Alp (Derren-Alp). Von dort ist es dann nicht mehr so weit auf den Gipfel. Oben machten wir erst mal eine ausgiebige Pause und versuchten die verschiedenen Gipfel zu bestimmen. Wir haben dann noch überlegt auf die Üntschenspitze zu gehen. Da wir aber schon relativ spät dran waren und es doch noch recht weit aussah verwarfen wir diesen Plan wieder. Da der Üntschengrat so schön vor uns lag nahmen wir uns diesen vor. Es geht dann ein paar mal rauf und runter. Am Anfang ist der Grat noch nicht besonders hoch. Später kommen dann mal ein paar kurze recht ausgesetzte Stellen. Da bin ich dann ganz gut drüber gekommen. Auf "Graten" brauche ich irgendwie immer eine Weile bis ich mich eingelaufen habe. Die Unspitze dürfte jetzt auch drin sein. Von der Hinteren Üntschenspitze könnte man dann noch über einen noch etwas steileren Grat rüber zum Wannenberg. Wir sind aber hinunter zum Üntschenpass und von dort in Richtung Stierloch. Da hier nicht besonders viele Menschen laufen, war dann der Weg ein wenig wie im "Urwald" versteckt. Daniela hat ihn aber immer wieder gefunden und trotz "Boscha", "Uuberbängel" und Sumpf kamen wir heil im Bärgunt an und sind dann noch bei der Bärgunthütte auf eine Brotzeit und ein Radler eingekehrt. Dann ging es noch gemütlich nach Baad und mit dem Mountainbike wieder heim. So war die Tour zwar nicht unbedingt geplant, dafür wurde sie viel länger und war auch superschön. Tolles Wetter, viele "Wilde Männdle", schöne Unterhaltung und einfach eine traumhafte Bergkulisse. Was will man mehr!

20.05.2007
Nachdem ich wieder einmal am Sonntag Orgel spielen musste bin ich nach der Messe Daniela und Rainer nachgelaufen. Sie wollten zunächst auf die Güntlispitze und dann weiter zur Üntschenspitze. Wir haben ausgemacht dass ich mal bis zur Güntlispitze laufe und wir dann ausmachen was wir noch vorhaben. Trotz meiner Erkältung bin ich dieses mal recht gut vorwärts gekommen und war nach 1:45 Std. auf dem Gipfel. Am Gipfel von der Üntschenspitze konnte ich einige Menschen entdecken und ich überlegte mir dann noch ob ich vielleicht auch noch nachlaufen soll. Nach Anruf war dann klar, dass sie bald schon wieder zurück kommen werden. Also legte ich mich etwas unterhalb des Gipfels an die Sonne. Es war wirklich sehr warm und ich entdeckte dass ich in meiner Hektik meine Jacke daheim liegen gelassen habe. Es machte aber nichts da es schöner wie an jedem Strand war. Tolle Aussicht auf wunderbare immer noch verschneite Berge. Nach Brotzeit und einfach nur die Bergwelt genießen kamen auch schon bald Rainer und Daniela und sie machten es sich auch noch an dem windstillen Platz gemütlich. Wir sind dann noch ewig dort herumgehängt. Rainer und Daniela machten dann noch eine Extrem-Kneipp-Tour durch ein Schneefeld das in der Nähe von unserem Rastplatz noch lag. Wir wollten irgendwie alle nicht weiter und ich holte mir auch ein wenig ein Sonnenbrand.
Am Spätnachmittag sind wir dann aber doch mal weiter und sind noch auf der Mittleren Spitalalp zu Kuchen bzw. Brotzeit eingekehrt. Damit ging ein wunderschönes Wochenende zu Ende.

Andere Notizen:

Mein Vater hat mir erzählt, dass er 1948 (damals war er 14 Jahre) zusammen mit dem Albertle über das Dellerajöchle in den Bregenzerwald ist und sie von dort Stoff herübergeschmuggelt haben.

Die beiden Höcker ganz rechts von der Güntlispitze nennt man "Gugger" (im Flurnamenbuch "Gügger").

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