Geisshorn (2.366m)

Das Geißhorn sieht von Bödmen gesehen sehr beeindruckend aus. Allerdings ist eine Gipfelwanderung dorthin nicht so schwer, weil man ihn von der anderen Seite erklimmt und der Berg von dort ein ganz anderes Gesicht zeigt. Man kann entweder über das Gemstel - Obergemstel - Sterzerhütte - Geißhornjoch - Geißhorngipfel (7 1/2 Stunden An- u. Abstieg) oder über Wiesalp - Fluchtalp - Hintere Wilden - Kemptnerscharte - Mindelheimer Hütte - Schwabengrat - Geißhornjoch - Geißhorngipfel aufsteigen. Wem das noch zu kurz ist, kann auch über den Fiderepass und Krumbacher Höhenweg zur Mindelheimerhütte und weiter auf das Geißhorn. Als Alternative kann man auf der Mindelheimer oder der Widdersteinhütte übernachten und von dort aus die Tour starten.
Auf dem Gipfel wird man mit einem herrlichen Rundblick belohnt und auf dem Weg dorthin kann man im Sommer eine reichhaltige Alpenflora erleben. Wenn man viel Glück hat kann man am Gipfel auch auf Steinböcke treffen.

 


Blick von mir zuhause auf das Geißhorn (Mai 2002).


Panoramabild. Etwas unterhalb des Gipfels aufgenommen. Zum Vergrößern anklicken. (15.10.2006)

Tourenbilder vom 11.07.2009 (Geißhorn)
Tourenbilder vom 05.07.2008 (Geißhorn)
Tourenbilder vom 02.11.2007 (Geißhorn)
Tourenbilder vom 15.10.2006 (Geißhorn, Liechlekopf)
Bilder vom 18.06.2006 (Liechlekopf, Kemptner Köpfle)

Bildergalerie bei Pixum (Tour vom 01.11.2002)
Bildergalerie
Bildergalerie vom Aufstellen des Kreuzes auf dem Geißhorn


Persönliche Erlebnisse:

Zum Geisshorn habe ich eine ganz enge Beziehung und eine Besteigung des Gipfels ist zumindest einmal im Jahr Pflicht.

Jeden Morgen schaue ich aus meinem Schlafzimmerfenster und der erste Blick fällt direkt auf das Geißhorn. Ich weiß nicht wie oft ich diesen Blick schon gemacht habe und wie viele Stunden ich bereits am Fenster gestanden bin und immer wieder andere Gestalten des Geißhorn-Massivs erleben konnte. Diese vielen Färbungen muss man erlebt haben um zu wissen wie eng ich mit diesem Berg verbunden bin.

Einen weiteren Bezug zu dem Berg habe ich durch das Gipfelkreuz. Im Sommer 1992 haben ein paar wenige junge Leute das Fundament für das Gipfelkreuz betoniert und am 11.09.1993 haben wir das Kreuz von der auf den Gipfel getragen und aufgestellt. Wir haben dazu keinen Hubschrauber benutzt und alles auf dem Rücken getragen. Nur das Holz vom Kreuz wurde mit der Materialseilbahn bis auf die Mindelheimer Hütte transportiert. Von dort sind wir dann zweimal auf den Gipfel mit den zwei Teilstücken vom Kreuz gelaufen. Zement, Sand u.s.w. zum Betonieren wurde 1992 alles von Bödmen aus bis auf den Gipfel getragen. Das war ein schweres Stück Arbeit und wir sind auf diese Leistung sehr stolz. (Beteiligt waren: Dietmar Jochum, Rainer Müller, Andreas Matt, Dietmar Berchtold, Albert Kainz, Bernhard Heim, Alwin Moosbrugger, Flori Felder, Christine Huber, Petra Löw, Stefan Heim - ich hoffe ich habe niemand vergessen, ansonsten meldet euch bitte bei mir!) Bilder vom Aufstellen des Gipfelkreuzes findet man hier.

Wette um eine Tafel Schokolade:
Als mein Vater einmal mit einem Gast auf das Geißhorn ging und sie für den Aufstieg (über das Gemstel) über drei Stunden brauchten, meinte mein Bruder Bernhard zu ihm wieso sie so lange gebraucht hätten, das könne man doch auch in einer Stunde schaffen. Daraufhin entgegnete mein Vater, dass selbst er (Bernhard) es nicht in einer Stunde schaffen würde. Darauf wetteten sie um eine Tafel Schokolade dass es möglich ist in einer Stunde auf das Geißhorn zu kommen. Eines Abends beim Langlauftraining war es dann so weit u. mein Bruder hat Heiko Moosbrugger, Poldi Schwaiger, Marcus Rietzler und mich als "Hasen" engagiert und ein brutaler Lauf begann. Meine Aufgabe war es das Tempo bis auf das Obergemstel zu machen, was mir auch sehr gut gelang. Danach waren dann die anderen an der Reihe. Am Ende schaffte es mein Bruder dann bei 1 Stunde 0 Minuten und ca. 40 Sekunden auf dem Gipfel zu stehen. Der Rest brauchte ein paar Minuten mehr. Die Tafel Schokolade hat dann mein Bruder tatsächlich bekommen *gg*.

15.10.2006
In der Messe Orgel gespielt. Danach auf Bergtour gegangen. Daniela und Rainer habe ich vor der Kirche gesehen wie sie auf Tour sind. Also habe ich eine SMS geschickt, wohin sie gehen. Sie hatten vor Zwölfer, Elfer und Liechlekopf, also die Gratüberschreitung zu machen. Ich wusste noch nicht so recht was ich machen soll. Die Tour über den Gottesacker, da man das Allgäu evtl. noch im Nebel sehen konnte, oder auf das Geißhorn und dann hinüber zum Liechlekopf um sich dort mit Daniela und Rainer zu treffen. Nach einer Weile Überlegen habe ich mich dann für die 2. Variante entschieden und bin kurz vor 11 Uhr daheim weg gelaufen. Zunächst mal zu meinem Bruder auf Bernhard`s Gemstel um zu sehen wo Rainer und Daniela laufen. Sie waren dann am Anstieg auf den Elfer und wollten zum Zwölfer queren, wie mir Otti mitteilte. Haben dann kurz telefoniert und ausgemacht, dass wir uns auf dem Liechlekopf treffen. Ich bin dann weiter ins Hintergemstel, wo ich noch kurz mit Stefan Sch. sprach, der mit der ganzen Familie auf dem Weg zum Geißhorn war. Unterwegs musste ich dann noch ein paar Leuten den Weg erklären. Nach ziemlich genau 2 Stunden kam ich dann am Gipfel des Geißhorn an. Heute war ziemlich viel los. Habe mir dann unterhalb des Gipfels einen windgeschützten Platz gesucht. Sigi H. und Heike S. hatten es sich hier auch schon gemütlich gemacht. Ich habe dann erst noch mal mit Daniela telefoniert. Sie waren gerade auf dem Elfer und hatten es sich auch schon gemütlich gemacht. Wir haben dann ausgemacht, dass wir dann gemeinsam loslaufen. Bin dann faul an der Sonne gelegen und habe ein wenig mit Sigi „ghängered“. Ein traumhafter Tag. Daniela und Rainer sind dann vom Elfer gestartet und ich bin auch los. Zunächst den Gipfel runter und dann auf den Schwabengrat und ein Stück hinunter, bevor man dann am Felsen schräg zur „Niedere“ rüberquert. Ich war irgendwie sehr müde und von der „Niederen“ hinauf zum Gipfel bin ich nur mehr ganz langsam hoch gekommen. Als ich fast am Gipfel oben war winkten auch schon Daniela und Rainer runter, die auch gerade ankamen. Habe eine Stunde vom Geißhorn rüber gebraucht, war aber ziemlich "blau". Wir machten dann dort noch einmal eine lange Pause. Als dann der Schatten im Gemstel einzog wollten wir eigentlich gar nicht mehr hinunter. Irgendwann war es dann aber doch an der Zeit und wir sind dann zur „Niedere“ und über den Schönisboden ins Gemstel. Bei meinem Bruder Otti auf Bernharda Gemstel sind wir dann natürlich noch eingekehrt. Wir wurden auch schon von Weitem von meiner kleinen Nichte Agnes begrüßt.

18.06.2006
Eigentlich wusste ich in der Früh noch gar nicht, ob ich auf eine Tour wollte. War irgendwie noch müde von der Tour am Vortag auf das Schdeimäänndle. Außerdem musste ich noch Orgel spielen. Als ich kurz vor 9 Uhr nach Mittelberg gefahren bin, kam mir Rainer und Daniela im Auto entgegen. Kurze Zeit darauf kommt eine SMS von Daniela, ob ich nicht Lust hätte auf das Geißhorn nach zu springen. In dem Fall wusste ich also, welche Tour ich am heutigen Tag machen würde. Habe dann zurück geschrieben, sie sollen nicht so rennen, da ich vom Vortag noch müde bin. Mir stand noch eine Stunde Messe bevor, bei der ich Orgel spielte.
Mit einer Stunde Verspätung bin ich dann den beiden nachgelaufen. Da die zwei ja auch ein recht gutes Tempo drauf haben, wusste ich dass ich sie auf jeden Fall nicht einholen werde. Außerdem war ich gespannt, wie ich die Tour vom Vortag wegstecken würde. Es war recht warm und das mag ich nicht unbedingt. Es ging dann aber sehr gut und ich war nach ca. 1 Stunde und 50 Minuten auf dem Gipfel. Dass es so gut läuft habe ich eigentlich nicht gerechnet. Im Vorjahr, als wir das gleiche Spielchen ungefähr zur gleichen Zeit machten, war ich einiges langsamer.
Daniela und Rainer, welche ich dann am Gipfel antraf, hatten sich beim Aufstieg schon ein schönes Schneefeld für einen schnellen Abstieg ausgesucht. Nach Erdbeeren, Schokolade und anderen guten Sachen ging es dann im Flug bis zur Geißhornscharte. Schneefelder sind einfach genial und machen irre Spaß!
Beim "Sterzersee" unterhalb der Seehalde musste natürlich ein langer Halt zum "chillen", kneippen, schauen ... sein. Was war das für ein Traumtag. Irgendwann sind wir dann aber doch weiter, denn bei meinem Bruder auf der Alpe wartete ja schließlich noch "ein" Radler ...
Auf der hinteren Gemstelhütte traf ich dann noch Ludo aus Belgien, der ziemlich geniale Bilder vom Kleinwalsertal macht ...
Etwas unverhofft bin ich also zu einer richtigen Traumtour gekommen. Danke Daniela und Rainer ...
Bilder von dieser Tour

15.08.2004
Bin mit 6 Leuten vom Tri-Team Kleinwalsertal zu einer genialen Berglauf-Trainings-Tour gestartet. Von mir daheim über das Wiesele zum Kieswerk, wo wir unseren Treffpunkt ausgemacht haben. Dann weiter über das Schwendle, Wiesalp, Fluchtalp (1.371m, 5 km) zur Hinteren Wildenalp (1.780m, 6,6 km) und weiter bis zur Kemptner Scharte (2.078m, 8km). Dann ging es zunächst hinunter zur Mindelheimer Hütte und dann vor der Geißhornscharte zweigt rechts ein Weg ab auf den Gipfel vom Geißhorn (2.370m lt. GPS, etwas mehr wie 11 km, in der Karte steht 2.366m). Unter dem Gipfel sahen wir an die 30 Steinböcke.  Es waren auch ein paar ganz junge dabei, die sich bereits für den Kampf übten. Auf die Hinterbeine und die Hörner gegeneinander schlagen. Einfach nur genial! Dann ging es über das Obergemstel bis zu meinem Bruder im Gemstel wo wir noch einkehrten und von verschiedenen Familienmitgliedern empfangen wurden. Das wurde dann noch ein gemütlicher Ausklang und zum Schluss mussten wir nur noch im Dunkeln aus dem Gemstel herauswandern. Die gesamte Strecke dürfte um die 19 oder 20 km lang sein und ca. 1.270 Höhenmeter Anstieg haben. Mein Forerunner GPS Gerät hatte nicht immer guten Empfang und hat meiner Meinung nach die Strecke etwas zu kurz gemessen. (Auf den Gipfel auf das Geißhorn hatte ich nicht ganz 2 Stunden reine Laufzeit und bis ins Bernhard`s Gemstel 3 Stunden)

Hier noch das Höhenprofil (am Ende stimmt es nicht ganz, da müsste die Höhenlinie gleichmäßig nach unten verlaufen).


09.08.2004
Habe mit Alwin am Abend ein Berglauftraining gemacht. Von mir daheim bis auf den Gipfel haben wir 1 Stunde und 25 Minuten gebraucht und bei mir daheim waren wir wieder nach 2:18:49 reine Laufzeit. Am Gipfel haben wir 9 Steinböcke gesehen.

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