Engenkopf (1.287m)

Blick vom Weiler Wald (Kleinwalsertal) auf den Engenkopf

Der Engenkopf ist eigentlich kein Berg, den man wirklich für eine Tour empfehlen kann. Da ich mir aber schon lange vorgenommen habe, alle Gipfel in meiner Umgebung, auf die ich halbwegs rauf komme, abzugrasen, musste dieser natürlich auch dabei sein. Falls aber dann doch einmal jemand rauf will, dann parkt man am besten auf dem Parkplatz beim Eingang zur Breitachklamm in Tiefenbach. Dann geht es an der Dornach-Alpe vorbei und weiter bis es zum zweiten mal etwas flacher wird. Dort ist zur linken Seite so etwas ähnliches wie ein Parkplatz. Dann kann man auf der rechten Seite ziemlich versteckt einen Forstweg finden, den man bis zur Moosalpe läuft. Von dort muss man sich dann ohne Weg durch den Wald südlich halten. Nicht von dem felsigen Gipfel und dem Wald abschrecken lassen, dann findet man eine schöne Schneise und kommt direkt auf den Grat.

Bilder vom 07.05.2006 © Stefan Heim (zum Vergrößern anklicken)

              
              
            

 

Persönliche Erlebenisse:

07.05.2006
Am Nachmittag bin ich nach Tiefenbach gefahren. Ich wollte jetzt endlich mal auf den Engenkopf (1.287m), den ich mir irgendwie in den Kopf gesetzt habe. Früher ist mir dieser Gipfel nie aufgefallen, derweil sieht man ihn immer auf der linken Seite, wenn man vom Kleinwalsertal nach Oberstdorf fährt. In Tiefenbach habe ich auf dem Parkplatz (823m), am Eingang zur Breitachklamm geparkt. Dann bin ich bei der Alpe Dornach vorbei und bis zu dem Parkplatz kurz vor dem Abzweig zur Hinterenge gelaufen. Dort habe ich einen Forstweg gefunden, den ich entlang gelaufen bin. Ich war mir zwar nicht sicher, wo der hinführen wird, aber mein Gefühl sagte mir, dass der Weg nicht so verkehrt sein kann. Der Forstweg endete dann bei der Moosalpe. Da war ich mir dann nicht ganz sicher wie ich weiter laufen sollte. Es war hier ziemlich viel Wald und der Engenkopf ist von dieser Seite sehr felsig und steil. Ich überlegte mir anhand von der Karte und der Waldbegebenheit wie ich dort am besten durchkomme und habe dann den idealen Weg gefunden. Obwohl ich das Gebiet überhaupt nicht kannte und keine Ahnung hatte wie man auf den Engenkopf kommt, habe ich den einfachsten und kürzesten Weg gefunden. Nach nicht ganz einer Stunde Gehzeit war ich am höchsten Punkt. In der Nähe des Gipfelsfel hat man dann überraschenderweise einen ganz schönen Ausblick ins Allgäu. Das hatte ich gar nicht erwartet, da ja der ganze Gipfelgrat voller Wald ist. Ich glaube dass früher am Gipfel mal eine Hütte gestanden ist, zumindest waren noch zwei alte Balken anzutreffen.
Mein Plan war dann die ganze Traverse vom Gipfelgrat zu laufen, um dann am Ende des Grates auf die Straße, die von Tiefenbach hochführt, zu gelangen. Wirklich gelohnt hat es sich dann nicht. Es ist nicht schön zu laufen, man muss über die vom Holzen liegen gebliebenen Äste steigen und es geht ständig auf und ab. Außerdem hat man nie einen freien Blick ins Tal. Nur einmal gab es einen freien Blick ins Kleinwalsertal. Wie ich schon erwartet habe, gab es dann noch mal einen Punkt, der genau so hoch ist wie der Engenkopf. Der Abstieg sah dann von hier aus wegen sehr viel Jungwald nicht so besonders schön zu laufen aus und ich bin daher wieder ein Stück zurück gegangen und dann zur Sesselalp in Richtung Norden abgestiegen, da ich mir dachte, von hier aus kommt man ganz gut auf die Straße. Das war dann aber keine so gute Idee, da das Gebiet hier ziemlich sumpfig und nass oder voller Jungwald ist. Habe zunächst versucht mich Richtung Norden durchzuschlagen, habe es aber dann doch bleiben gelassen und bin dann kreuz und quer wieder zur Moosalp gelaufen. Über den Forstweg und die Straße ging es dann wieder zurück zum Parkplatz am Eingang der Breitachklamm. Begegnet bin ich ab der Forststraße keinem Menschen und es war, obwohl es kein besonderer oder hoher Berg ist, eine schöne Sonntagstour. Mit der Gratüberschreitung waren es immerhin 700 Höhenmeter. Ohne Gratüberschreitung dürften es knapp 500 Höhenmeter sein. Wirklich zu empfehlen ist die Tour wohl nicht, aber gerade jetzt im Frühjahr, wo es oben für Touren noch zu viel Schnee hat, oder man seine Ruhe haben will, ist es eine schöne Nachmittagstour.

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