Kemptner Köpfle (2.191 m)

Kemptner Köpfle vom Hinterwilden (24.09.2006).

Der Name des Kemptner Köpfle hat mit der Metropole des Allgäus, der Stadt Kempten nichts zu tun. Den Namen bekam dieser Gipfel von dem Walser Wort "Kamin". Im Walser-Dialekt der Kleinwalsertaler heißt Kamin "Käämed". Aus "Käämedle" wurde mit der Zeit Kempterle und am Ende bekam der Gipfel den Namen Kemptner Köpfle oder auch Kemptner Kopf. Durch das wildromantische Wildental führt der kürzeste Weg zu diesem Gipfel. Kurz vor der Fluchtalpe zweigt man auf einen schmalen Pfad zur Hinter Wilden Alpe. Von dort denkt man sich zuerst, dass der Weg weiter zur Kemptner Scharte ohne Kletterei unmöglich ist. Nach der Bachquerung führt dann ein etwas ausgesetzter Pfad, der mit einigen Seilen gesichert ist in vielen Serpentinen bis zur Kemptner Scharte. Von hier geht es dann links weg noch ein paar Höhenmeter in Richtung Mindelheimer Klettersteig. Nur die letzten paar Meter vor dem Gipfel muss man dann noch ein wenig Hand im Fels anlegen. Es ist aber nicht sonderlich ausgesetzt und kein Problem auf den Gipfel zu kommen. Wenn man nicht den gleichen Weg zurück laufen will, empfiehlt es sich weiter zur Mindelheimer Hütte und über den Schwabengrat (noch einige Zusatzhöhenmeter) zur Geißhornscharte und von dort durch das Gemstel zurück zu laufen. Für Gipfelsammler besteht die Möglichkeit das Geißhorn (markiert) oder noch auf den Liechlekopf (unmarkiert) zu laufen.

Bilder von einer Tour auf den Liechlekopf und Kemptner Köpfle (24.09.2006)


Persönliche Erlebnisse:

24.09.2006

Nach dem sonntäglichen Orgelspielen ging es alleine über den Schönisboden auf den Liechlekopf. Auf dem Gipfel war ich ganz alleine. Ein einzelner Bergsteiger war vom Runden Köpfle auf dem Weg zum Gipfel. Ich bin aber vorher schon wieder runter. Über die „Niedere“ zur Mindelheimer Hütte und von dort noch auf das Kemptner Köpfle. Dort musste ich anstehen, dass ich überhaupt auf dem Gipfel Platz hatte. Das hat dann nicht so viel Spaß gemacht und ich bin dann auch gleich wieder hinunter und über die Kemptner Scharte hinunter ins Steinach u. über die Hintere Wilden zur Wiesalpe. Bei der Unteren Wiesalpe bin ich dann noch eingekehrt und habe dort mit ein paar Einheimischen "ghängered". Über die „Zuugdeiffe“, Schwendle und „Gschdrüß“ bin ich dann heim. War mal wieder eine wunderschöne Tour.(15 km).

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