Hammerspitze (2.170 m)

Die Hammerspitze von mir zuhause gesehen (09.07.2006).

Bilder von einer Tour am 09.07.2006

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Es gibt einige Möglichkeiten um auf die Hammerspitze zu kommen. Meine persönliche Vorzugsvariante ist von Mittelberg/Höfle zunächst über die äußere oder innere Kuhgehrenalpe einen kleinen Abstecher auf die Kuhgehrenspitze und dann vom Kuhgehrensattel über einige Serpentinen den Nordhang der Hammerspitze auf den Gipfel. Oben sollte man ein bisschen trittsicher und schwindelfrei sein, ansonsten gibt es keine besondere Schwierigkeiten. Ein schöner Panoramablick belohnt den Aufstieg. Abstieg in südwestlicher Richtung zuerst auf dem Grat und dann in den Südhang hineinwechselnd, durch im Sommer blumenübersäte Bergwiesen zur Wannenalpe. Von hier weiterer Abstieg entweder über die Innerkuhgehrenalpe hinab ins Höfle oder über die Flucht und Wiesalpe ebenfalls hinab ins Höfle. Gehzeit lt. Tourenführer ca. 5 - 6 Stunden.

Variante 2: Man kann mit der Kanzelwandbahn von Riezlern bis zur Bergstation fahren und auf markiertem Weg durch die große Mulde der oberen Zwerenalpe hinüber zum Kuhgehrensattel und nun nach links wie oben beschrieben auf die Hammerspitze. 5 - 5 1/2 Stunden.

Variante 3: Mit der Kanzelwandbahn ebenfalls von Riezlern bis zur Bergstation und noch einen Abstecher auf den Kanzelwand-Gipfel (Warmatsgundkopf 2.069 m) machen und von dort über den Grat, am sogenannten Schießerle vorbei auf die Hammerspitze. Hier sollte man auch einigermaßen schwindelfrei sein. Abstieg vielleicht zum Kuhgehrensattel und von dort in Richtung Zwerenalpe und weiter nach Riezlern. Die Strecke wird auch im Winter für Skitouren genützt.

Variante 4: Man läuft über die innere Kuhgehrenalpe bis zur Wannenalpe und dann den Südhang hinauf zur Hammerspitze. Vor allem im Frühjahr (Mai) zu empfehlen, da dort am frühesten der Schnee weg ist.

Der Berg gibt manchmal etwas Rätsel auf. Während er hier im Kleinwalsertal Hammerspitze genannt wird, wird er von den Allgäuern als Schüsser bezeichnet. Die Allgäuer benennen den Schüsser als Hammerspitze. Die beiden Berge werden nur noch von der Hochgehrenspitze getrennt. In ein paar Wanderführern habe ich gelesen, dass man die Namen der Allgäuer aufgrund der Ansicht der Berge hernehmen soll. Wenn man den Blick aus Oberstdorf wählt, gebe ich ihnen recht. Die Namensgebung hat meiner Meinung nach überhaupt nichts mit Verwechslung zu tun, sondern es kommt hier auf das Blickfeld an.
Wenn man aus Mittelberg auf die Hammerspitze sieht, ist einem klar, dass es von hier aus einfach Hammerspitze heißen muss, während es von Oberstdorf eben der andere Gipfel sein muss. Es haben also beide Namen durchaus seine Berechtigung!!!

 

Persönliche Erlebnisse:

09.07.2006

Bin mit dem Auto ins Höfle (Weiler von Mittelberg) gefahren und habe dort bei einer Bekannten geparkt. Dann über das Deutsche Haus, welches jetzt Wildentalhütte heißt, auf die Innere Kuhgehrenalpe und noch schnell auf den Gipfel vom Kuhgehren. Von dort bin ich über die Nordflanke in Richtung Hammerspitze aufgestiegen. Mitten in der Flanke habe ich dann zwei „Mädels“ aufgegabelt, die sich nicht mehr so richtig weiter trauten. Habe sie dann bis zum Gipfel mitgenommen. Oben auf dem Gipfel hat es dann zu tröpfeln angefangen, also war der Aufenthalt dann relativ kurz. Abgestiegen bin ich dann zur Wannenalpe und dann wieder vor zur Inneren Kuhgehrenhütte. Dort hat es dann zu regnen angefangen und ich bin mit den zwei „Mädels“ eingekehrt. Es kamen dann auch noch Xander und Engelbert Huber, die auf dem Fellhorn waren, wo Alphörner gespielt und Chöre gesungen waren. Das hat mir irgendwie gefallen, wie die zwei älteren Herren noch unterwegs sind. Nach einem Radler bin ich dann wieder ins Höfle abgestiegen und habe eine wunderschöne Tour beendet. Bilder

18.05.2002

Bin mit dem Auto ins Höfle gefahren und habe es dort geparkt. Dann bin ich am "Deutschen Haus" vorbei und weglos unter der Seilbahn hochmarschiert bis man auf den Weg, der von der äußeren Wiesalpe kommt, stößt. Diesen bin ich dann weiter bis zur inneren Kuhgehrenalpe gelaufen. Ober der Kuhgehrenalpe muss man dann links weg zur Kuhgehrenspitze. Hier hatte es noch ein paar ziemlich große Schneefelder. Leider war der Schnee so weich, dass er nicht immer getragen hat. War also ziemlich lästig und man kam nicht gerade so flott wie normal voran. Im Moment ist es auf jeden Fall noch besser über die Brandalpe und die äußere Kuhgehrenalpe auf die Kuhgehrenspitze zu laufen. Nachdem ich die ganzen Schneefelder doch noch gemeistert habe bin ich dann noch schnell einen Sprung zur Kuhgehrenspitze (1.910 m) hinüber gelaufen. Der Nordhang von der Hammerspitze war natürlich noch ziemlich voller Schnee und da mir die Waterei von vorhin noch gelangt hat, entschied ich mich wieder zurück zur inneren Kuhgehrenalpe zu laufen und von dort weiter zur Wannenalpe zu gehen. Oberhalb der Hütte der Wannenalp läuft dann der Weg weiter den Südhang der Hammerspitze hinauf. Bis auf ein Schneefeld kurz vor dem Gipfel, das aber wenigstens getragen hat, war alles aper. Oben war natürlich Brotzeit und einfach in der Sonne rumliegen angesagt. Es war richtig schön warm und man brauchte nicht mal eine Jacke. Irgendwann bin ich dann doch wieder aufgebrochen und wieder hinab zur Wannenalpe und inneren Kuhgehrenalpe und hinunter ins Höfle. War eine richtig schöne Tour !

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