
Blick vom Gemstelboden (14.07.2006).
Der Bronnaberg
(Brunnenberg) ist eigentlich kein richtiger Gipfel. Es führt auch kein Weg hier
hoch und es ist nicht ganz einfach hier hoch zu gelangen. Ich empfehle auch
niemanden dort hoch zu gehen, außer man hat einen "walserischen" Bezug dazu.
Früher hat man im Sommer Jungvieh zum Weiden hochgetrieben. Es stand auch ein
Stall oben, der aber schon ganz verfallen ist. Bis vor kurzem haben noch
Personen gelebt, die hier heroben noch gehütet haben.
Meine Oma hat gesagt, dass die Bauern ganz früher das Vieh bis auf das Älpele
getrieben haben. Man kann sich das fast nicht vorstellen, aber der Flurname
Älpele deutet eindeutig darauf hin. Ich habe sehr großen Respekt vor unseren
Ahnen, die solch unglaubliche Winkel bewirtschaftet haben. Gerne würde ich Ihnen
einmal bei Ihren Wanderungen und Arbeiten zusehen.
Persönliche Erlebnisse:
14.07.2006
Am Nachmittag bin ich mit meinem Vater auf den Weg zum „Bronnaberg“
(Brunnenberg). Ich habe gehofft dass er das richtige „Loch“ für den Aufstieg
findet. Ich war das letzte Mal als Kind mit meiner Familie hier heroben. Genau
den richtigen Aufstieg hat er dann leider auch nicht gefunden und wir mussten
ein wenig durch ein Tobel klettern und etwas suchen, haben den „Bronna“
(Brunnen) der einem den weiteren Pfad weist doch gefunden. (Weg gibt es aber
keinen!)
Ich habe mich gefreut, mit meinem Vater hier heroben zu sein. Er selbst meinte,
dass es wohl das letzte mal sein werde, dass er hier hoch gekommen ist. Mit dem
Alois (seinem Enkel) wird er auf jeden Fall nicht mehr rauf kommen.
Wenn man ein wenig an die Kante raus steht hat man auch ein schönen Blick auf
Mittelberg. Ich habe dann ein
Birkhuhn
(wir sagen Spielhahn, war aber ein weibliches) aufgeschreckt. Zum Fotografieren
war ich natürlich zu langsam. Hat mich geärgert, da ich davor ganz knapp daneben
vorbeigelaufen sein muss.
Wir haben auch jede Menge
Arnika
gefunden. Im Moment ist die Blumenvielfalt bei uns sowieso riesig groß und
einfach nur wunderschön!
Ansonsten hat mir mein Vater noch allerhand von dem Leben aus längst vergangenen
Zeiten erzählt. Es ist immer wieder spannend, was er noch erlebt hat und was er
vom Leben der Altvorderen noch weiß.
Beim Absteigen hat es uns dann noch ordentlich verregnet, da ein Gewitter
anfing. Wir sind aber trotzdem heil unten angekommen.